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Montag, 12 Februar 2007 |
Blick zurück in alte Zeiten KiD/Wehrendorf. Gemeindeabend in Wehrendorf. Der Arbeitskreis Dorfentwicklung und die Kirchengemeinde hatten dazu ins Wehrendorfer Gemeindehaus eingeladen. Ortsvorsteher Friedrich Marten konnte rund 60 Interessierte begrüßen, die mit Geschichten und Bilddokumente etwas aus vergangenen Zeiten der Heimat erfahren wollten.
August-Wilhem König von der Geschichtswerkstatt Exter war gekommen und erzählte, bebildert mit vielen Photos und alten Karten, wie es früher war in Wehrendorf und der ganzen Region Vlotho. Zum Beispiel im Mittelalter, als Wehrendorf, man hörte und staunte, ein Verkehrsknotenpunkt war.
Viele Wege aus allen Himmelsrichtungen trafen in Wehrendorf zusammen. An der lippischen Grenze war eine Zollstation, um die sich so manche Geschichte und Anekdote ranken. Eine düstere Spelunke an diesem Ort war Treffpunkt undurchsichtiger Gestalten. Es wurde auch viel geschmuggelt, um die Zölle nicht bezahlen zu müssen. Eine Zeitlang gab es eine Abteilung des Templerordens. Sie gewährten den durchziehenden Handlungsreisenden Geleitschutz, bis sie selber in Ungnade fielen und vertrieben wurden. Wo heute nur noch Tannen stehen, war einst an der Dorfstraße in Wehrendorf eine der ersten kleinen Kirchen dieser Region, die dann später verfiel. Gespannt lauschten die Besucher den Ausführungen des Referenten, der auch gerne sachkundige Ergänzungen der Wehrendorfer aufnahm, die diese aus Erzählungen der eigenen Vorfahren noch in Erinnerung hatten. So war es ein lebhafter Abend, an dem alte Zeiten wieder lebendig wurden.Mancher Acker heutiger Zeit war damals Standort großer Bauerhöfe, alte, damals viel befahrene Wege sind heute überwachsen. Aber es findet sich bei genauerem Hinsehen noch mancher stille Zeuge der Vergangenheit. So sind zum Beispiel die Brücken über die kleinen Bäche unter der heute breiten Salzuflener Straße zum Teil noch original aus dem 19. Jahrhundert und erfüllen unverändert ihren Zweck. Anfang März kommt ein Vertreter der Geschichtswerkstatt in die Frauenhilfe. Dann geht es um die Moorgebiete Bad Seebruch und Bad Senkelteich. Pfarrer Rainer Labie lud außerdem in seinem Schlusswort zum nächsten Gemeindeabend am 7. März ein, wenn es um die Geschichte und die Technik des Spinnens gehen wird.
Siehe auch:
- Wanderweg F
- Pfarrer Erich Wehr gestorben
- Kreisel kommt im Frühjahr
- Vor 25 Jahren in Wehrendorf
- Geschichtliches aus der Frauenhilfe
- Die Geschichte der Gemeinde
- Neue Wanderkarte
- Über uns
- Gern hier leben
- Fakten
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