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Kirchen-Interview öffnet Türen |
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Donnerstag, 23 März 2006 |
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EKvW/Bad Lippspringe. „Wenn ich gesagt habe, dass ich von der Evangelischen Kirche in Bad
Lippspringe komme, hat mir das sofort die Türen geöffnet”, berichtet
Meike Recknagel.
Die 41-Jährige hat im Rahmen der Aktion „Kirche fragt nach” Interviews
mit zufällig ausgewählten Mitgliedern ihrer Kirchengemeinde geführt.
Ziel war es, die Anliegen und Wünsche, Kritik, Lob und Anregungen
aus den Reihen kirchennaher und kirchenferner Protestanten zu sammeln
und auszuwerten. Insgesamt 46 Gemeinden aus ganz Westfalen beteiligten
sich an der landeskirchenweiten Aktion.
"Wir sind eine lernende Kirche"
Als Bestandteil des Reformprozesses „Kirche mit Zukunft”, in dem
sich die westfälische Landeskirche seit 1998 befindet, hat die
Landessynode als höchstverantwortliches Leitungsgremium 2003 das
Programm „Unser Leben – Unser Glaube – Unser Handeln” beschlossen. Die
hier formulierten Ziele lauten beispielsweise: „Wir feiern lebendige
Gottesdienste”, „Wir machen uns für Menschen stark” oder „Wir nehmen
gesellschaftliche Verantwortung wahr”. Diese Ansprüche müssen sich in
der Wirklichkeit der Gemeindearbeit, in der jeweiligen Situation
evangelischer Christen vor Ort bewähren. Die Befragten sollen
mitteilen, wie wichtig ihnen diese Ziele sind und ob sie ihrer Meinung
nach in der Gemeinde umgesetzt werden. Dazu Oberkirchenrätin Doris
Damke: „Wir sind eine lernende Kirche. Wir wollen lernen, wie die hier
formulierten Grundsätze im jeweiligen Zusammenhang unserer Gemeinden
buchstabiert werden. Die Aktion wird flankiert durch Postkarten, die
das Anliegen witzig auf den Punkt bringen: „Der Klügere fragt nach”,
„Wer nicht fragt, bleibt stumm”, „Wer A sagt, muss auch B fragen” und
„Wer nicht fragt, der nicht gewinnt”.
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