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Kirchen-Interview öffnet Türen |
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Donnerstag, 23 März 2006 |
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Seite 2 von 3 Auskunft aus erster Hand
„Die meisten Gespräche waren hoch emotional”, sagt Meike Recknagel.
Sie hat die Fragebögen zunächst persönlich in den Haushalten abgegeben
und dann einen Besuchstermin zum gemeinsamen Ausfüllen vereinbart. „Oft
waren die Interviews nur ein Aufhänger, um miteinander ins Gespräch zu
kommen”, erzählt sie. Sogar Spargelsuppe hat sie bei einem Besuch
serviert bekommen. Die Mutter von zwei Söhnen, die als
Röntgenassistentin arbeitet, engagiert sich in der Kantorei, in der
Frauengruppe „Der letzte Donnerstag” und im Trägerkreis des
Konfirmandenunterrichtes und konnte so über viele Aktivitäten der
Gemeinde aus erster Hand Auskunft geben.
Rücklaufquote 37 Prozent
Insgesamt 30 Jugendliche, Frauen und Männer aller Altersstufen aus
Neuenbeken sollten befragt werden, immerhin 15 ausgefüllte Fragebögen
liegen jetzt vor. Für die gesamte Gemeinde Bad Lippspringe, zu der
Neuenbeken als ein Pfarrbezirk gehört, kamen über 100 von 280
verteilten Fragebögen zurück. „Mit der Rücklaufquote von 37 Prozent
können wir sehr zufrieden sein", resümiert Presbyter Wolfgang Dzieran.
„Ganz unabhängig von den Fragebögen waren viele Besuche eine wertvolle
Seelsorge für unsere Mitglieder. Und selbst dort, wo es nicht zur
persönlichen Begegnung kam, hat manches Telefongespräch eine positive
Wirkung hinterlassen."
Gerade für die Ortschaft Neuenbeken offenbarten sich auch Probleme.
„Obwohl wir hier auch ein eigenes kleines Gemeindehaus haben, fühlen
viele sich vom Zentrum des Gemeindelebens in Bad Lippspringe
abgeschnitten”, berichtet Meike Recknagel. Ältere Menschen ohne Auto
hätten kaum eine Möglichkeit, aus Neuenbeken herauszukommen. Nur
vereinzelt gebe es bis jetzt Fahrgemeinschaften.
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