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SM/Wehrendorf. Am Samstagvormittag fanden sich 100 Erwachsene und 20 Kinder zum 9. Dorfkaffee im Wehrendorfer Gemeindehaus ein. Diesmal ging es um das Thema „Mir wird alles zuviel! – Wie komme ich aus der Stressfalle?" Jessica und Annegret Jesse sorgten mit Geige und Gitarre für die musikalische Untermalung. Außerdem begeisterte Annegret Jesse das Publikum durch das Blasen bekannter Stücke auf 2 Fingern. Nach einem leckeren Frühstück referierte Reinhold Ruthe, Autor von 120 Büchern, zu: Arbeitssucht, negativer Ehrgeiz, negativer Stress, Burnout.
Er führte aus, dass zuviel Zeit für Unwesentliches verwendet wird und dabei wichtige Dinge wie Freundschaft, Wohlbefinden usw. vernachlässigt werden. Falscher Ehrgeiz gäbe sich niemals mit dem Durchschnitt zufrieden. Perfektionismus bezeichnete er als zerstörerischen Stress. Herr Ruthe stellte die Frage: ob es positiven Ehrgeiz überhaupt gibt. Viele leben dauernd am Limit. Anstrengung ist grundsätzlich gut, aber jedes „Über“ kehrt das eigentlich Positive ins Negative – Überanstrengung, Überehrgeiz, Überbelastung. Dieses „Über“ sei Sünde. Wie viel Arbeit braucht der Mensch? Arbeitssucht ist eine neue international anerkannte Sucht. Arbeit wird zur Droge – länger, härter, lustvoller. Der Arbeitssüchtige hat Genuss an der Arbeit. Er genießt Prestige und ist nicht unglücklich. Arbeitssucht ist ein gesellschaftliches und geistliches Problem. Sie raubt das Privatleben, den Schlaf und die Gesundheit. Burnout ist der Folge von Arbeitssucht, negativem Ehrgeiz und negativem Stress. Herr Ruthe stellt die Frage „Wozu tust du das?“ In den meisten Fällen geht es um Anerkennung, Bestätigung, oder die Angst zu versagen - nicht um materielle Dinge. Er verdeutlichte dieses durch anschauliche Beispiele aus seiner Beratungstätigkeit, nannte biblische Aussagen zu diesem Thema und wies auf die Folgen für den Einzelnen aber auch für unsere Gesellschaft hin. Besonders erschreckend sei die Zahl der Schüler, die den Schulalltag nur mit Medikamenten bewältigen. Als Gegenstrategien nannte er folgende Fragen/Aussagen: - was bestimmt unsere Leistung? Sachlichkeit oder Ichhaftigkeit (In jedem guten Werk steckt der Wurm) - ich muss mir nicht das Letzte abverlangen, die Devise volle Kraft oder gar nicht stimmt nicht. Nach einem Fehler darf ich neu anfangen - ich muss es nicht allen Recht machen, wer es allen recht machen will, sitzt zwischen allen Stühlen - nur wenn wir falsche Ziele ändern, kommen wir seelisch ins Gleichgewicht (Der Mensch hält alles was er tut für richtig, Gott aber prüft die Beweggründe) Was will ich erreichen, was sind meine Beweggründe? - Wie gelingt ein erfülltes Leben? – die Bibel spricht nicht von Erfolg sondern von Frucht und die erbringen wir nicht durch Wühlen sondern durch Bleiben - Sagen Sie ja zu dem Druck oder nein? Wer Gott ernst nimmt und sich ihm unterwirft, der findet Reichtum, Ansehen und ein erfülltes Leben.
Siehe auch:
- 10. Dorfkaffee
- Veränderte Kindheit - Herausforderungen, Chancen & Gefahren
- Mir wird alles zuviel! - Wie komme ich aus der Stressfalle?
- Dorfkaffee
- Einfach typisch!
- Wie kann ich mir das Leben nehmen?
- "Keine Angst vor der Angst"
- Dorfkaffee
- Vom Dunkel ins Licht
- Hauptsache gesund?!
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