|
Donnerstag, 26 April 2012 |
|
SM/Wehrendorf. Am 17.03.12 war Frau Prof. Dr. Annelie Keil, eine Sozial- und Gesundheitswissenschaftlerin aus Bremen zu Gast bei uns im Dorfkaffee. Sie referierte zu dem Thema: Dem eigenen Leben und sich selbst auf die Spur kommen – Warum Biographiearbeit so wichtig ist. Musikalisch wurden die Besucher von dem Musikduo Jazz Basar eingestimmt. Harvey Gusted am Saxophon und Gerhard Vahrenkamp am Bass erfreuten ca. 100 Besucher mit Stücken von „The Police“ und Gershwin. 20 Kinder wurden altersgemäß von Mitarbeitern der EC-Gemeinschaft und der Kirchengemeinde betreut. Frau Annelie Keil verbindet eine persönliche Beziehung zu unserer Kreuzkirche. Sie wurde in dieser Kirche als Jugendliche getauft und konfirmiert. Damals stand die Kirche noch als Notkirche in Bad Oeynhausen.
In ihrem Vortrag ging sie darauf ein, dass Biographiearbeit eine Arbeit mit allen Sinnen ist. Eine wichtige Rolle spielen Erinnerungsfelder. Wie erleben wir die Innenwelten? Eine entscheidende Frage lautet: Was ist mein Zuhause? Wir kommen ungefragt zur Welt. Was steckt in der Herausforderung, das unbekannte Leben anzunehmen? Die Sinnfrage vom ersten bis zum letzten Augenblick. Was macht Sinn, gibt Sinn? Macht das denn noch Sinn? Warum bin ich auf der Welt? Ein leibhaftiges Leben ist immer ein Leben mit anderen: - sehen und gesehen werden, hören und gehört werden, greifen und begreifen. Wie sieht im Moment rückwirkend die Bilanz aus? Was müsste geändert werden? Was soll bleiben? Wir kommen nicht nur ungefragt zur Welt, sondern auch ungefragt in eine Familie, in welcher Rolle? Wie war die Geld- Finanzlage? Menschen kommen ungefragt – wundere dich nicht, wenn sie ungefragt gehen! Menschen besitzen wir nicht, sie sind Leihgaben die sich begleiten Die Biographie hat auch viel mit dem zu tun, was die Zeitgeschichte erlaubte. Sie findet nicht im luftleeren Raum statt sondern im Zeitgeschehen. Auch der Ort an dem wir leben und unsere Spiritualität haben wichtige Einflüsse. Frau Keil ging umfassend auf die Grundlagen und Herausforderungen der biographischen Arbeit ein und lud die Zuhörer mit vielen Denkanstößen und Ansätzen dazu ein, ihrem eigenen Leben und sich selbst auf die Spur zu kommen.
|